Von einer magischen Flöte und einer bezaubernden Stimme
Musik-Theater AG des Gymnasiums Damme spielte "Atlantis - Das verlorene Paradies" / Tolle technische Effekte



Duett der Gegensätze: Mecausdos (links/Ferdinand Uptmoor) und Sephora (Valerie Gensch) sind die großen Kontrahenten im Musical "Atlantis - Das verlorene Paradies".Foto: Lammert

Von Stefan Biestmann
Damme - Es ist dunkel in der Aula des Dammer Gymnasiums. Vor der Theaterbühne ist auf einer großen Leinwand ein Wasserfall zu sehen. Nach und nach erscheinen dort Namen von Schauspielern. Technik vom Feinsten: Der Anfang von "Atlantis - Das verlorene Paradies" erinnerte eher an große Kinofilme wie "Herr der Ringe" oder "Gladiator" als an ein gewöhnliches Schülermusical.
Den Erfolg des am Wochenende aufgeführten Stücks der Musik-Theater AG des Dammer Gymnasiums ermöglichten 35 kreative Köpfe. Dazu gehörten Christian Ewald als Produzent, Marcel Göken und Sascha Bernholt als Drehbuchschreiber und Regisseure, Marco Witte als verantwortlicher Techiker und Lehrer Ludger Rehm als AG-Leiter. Zu den gefeierten Stars auf der Bühne zählte Valerie Gensch, die die Rolle der Sephora spielte. Mit ihrer klaren bezaubernden Stimme sang sie Songs wie "Everybody hurts" und erntete dafür Beifallsstürme aus dem Publikum.
Sephora stand im Mittelpunkt des Musicals. Ihr Gegenspieler war ihr Onkel Mecausdos (gespielt von Ferdinand Uptmoor). Der Erfinder arbeitete akribisch am Bau des Leviathans. Diese Maschine sollte Atlantis Wohlstand bringen. Aber Sephora befürchtete, dass die Maschine Atlantis vernichtet und setzte sich gegen die Pläne ihres Onkels zur Wehr. Mecausdos nahm keine Rücksicht auf Verluste: Er verhaftete Sephora und tötete ihren Liebhaber Atridos (Stefan Butz).
Aber das Gute behielt die Oberhand über Maßlosigkeit und Hochmut. Mit einer magischen Flöte der Götter zwang Sephora ihren Onkel und den Leviathan in die Knie und erhielt sogar ihren Atridos zurück. Die Mischung stimmte: Beeindruckende technische Effekte und spritzige Musik der Live-Band untermalten ein als Gesellschaftskritik verfasstes Musical. Die Besucher honorierten die Leistungen der Akteure und verabschiedeten sie mit Standing Ovations.

OV 19.03.2002