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Schüler gestalten Schule neu
Ein grünes Klassenzimmer bauen Schülerinnen
und Schüler des Gymnasiums während der Projektwoche. Foto: Lammert
Von Klaus-Peter Lammert
Damme - Die einen streichen, die anderen befassen sich mit dem Thema
Rechtsradikalismus, wiederum andere dokumentieren, was ihre Mitschülerinnen
und Mitschüler alles veranstalten: Am Gymnasium läuft seit Dienstag
eine Projektwoche, die am morgigen Freitag zu Ende gehen wird. Morgen
präsentieren die Beteiligten zwischen 10 und 12 Uhr die Ergebnisse
ihrer Arbeit. Ansehen können sich die alle interessierten Bürger.
Ein grünes Klassenzimmer bauen Schülerinnen und
Schüler des Gymnasiums während der Projektwoche. Foto: Lammert
Ein Team, das aus den Pädagogen Schulleiter Peter Rörsch, Ulrich
Solbach, Corinna Mahrenholz und Gunda Böttcher sowie den Schülern
Kathrin Krebeck, Julia Schwabe, Judith Litzenburger und Felix Fortmann
besteht, hat die Projektwoche unter dem Motto "Die Schule neu gestalten"
seit Ende Februar vorbereitet. "Es geht um die äußere
und um die innere Gestaltung der Schule", sagt Corinna Mahrenholz.
Ganz bewusst stand dabei am Anfang die Aufforderung an die Schüler,
sich Projekte zu überlegen. Die Lehrer sollten nicht vorgeben was
passiert. Unter dem Strich standen rund 50 Projekte, die die Schüler
vorgeschlagen hatten. Hinzu kamen etwa 15 weitere von Lehrern.
Die einzelnen Projektgruppen, die die ausgewählten Vorhaben umsetzen,
sind jahrgangs- und klassenübergreifend besetzt. Sie zählen
zwischen vier und etwas mehr als 40 Mitglieder. Und: Einige der Gruppen
leiten Schüler, so die, die unter der Leitung Felix Fortmanns und
Andre Königs mit der Dokumentation des Geschehens befasst ist. Die
Ergebnisse der einzelnen Gruppen sollen im Übrigen Bestand haben.
So gestaltet zum Beispiel eine Gruppe das Atrium um, eine andere baut
im angrenzenden Wald ein grünes Klassenzimmer mit Bänken und
einem Tisch aus Holz. Außerdem hat die Gruppe mehrere Benjeshecken
angelegt.
Dieses "Klassenzimmer"-Projekt soll wie die anderen auch dazu
beitragen, dass sich die Jugendlichen noch mehr mit ihrer Schule identifizieren,
weil sie selbst mit Hand angelegt haben bei der Neugestaltung. Zudem sollen
sie nach Worten Ulrich Solbachs aus dem ansonsten üblichen 45-Minuten-Rhythmus
des Schullebens heraus kommen und schließlich lernen, dass sie in
der Schule durchaus ein Mitspracherecht haben. (Oldenburgische
Volkszeitung 15.8.02)
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