Neue Freunde aus Polen gefunden

 

Gymnasium Damme und Nabu freuen sich über gelungenen Schüleraustausch

 

Nur wenige Stunden nach der Rückkehr der polnischen Gäste in Gizycko (Masuren) kam eine Mail des Schulleiters unserer Partnerschule in Damme an: „ Alle sind echt zufrieden und begeistert. Der Aufenthalt in Damme war fruchtbar und ein schönes Erlebnis für alle.“

Interessierte und positiv eingestellte Schülerinnen und Schüler von beiden Schulen sorgten für einen höchst erfreulichen Ablauf des Austauschprogramms in Damme, das unter dem Motto „Freunde finden- Geschichte hautnah erfahren – Natur pur erleben“ stand.

Die Gäste erfuhren bei Besuchen in Osnabrück und Norden einiges über die Geschichte und Natur in unserer Region. Sie erlebten den Schulalltag am Gymnasium Damme und nahmen am täglichen Leben in einer deutschen Familie teil.

Am letzten Tag, an dessen Gestaltung sich der Naturschutzbund Damme (NABU)

wesentlich beteiligt war, konnte man genau beobachten, wie gut die Partnerinnen und Partner schon zusammengefunden hatten.

 

Nach einem Besuch der Wassermühle in Damme und einem Spaziergang durch das Bexaddetal wurden Untersuchungen an Gewässern durchgeführt. Das Nabu-Zentrum Damme bot einen optimalen Rahmen für den Abschlussabend, an dem die Mitarbeiter des Zentrums die Gäste zu einem Grillen eingeladen hatten. In freundschaftlicher und aufgeräumter Atmosphäre verbrachten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Betreuern einen tollen Lagerfeuerabend.

Einen besonders großen Anteil an dem Erfolg des Austauschs hatten sicherlich die Eltern der gastgebenden Dammer Schüler, die sich mit vorbildlichem Engagement um die Partner aus Gizycko kümmerten und die auch den wesentlichen Teil der Finanzierung des Projektes getragen haben. Eine Spende der Naturschutzfreunde und ein Zuschuss des deutsch polnischen Jugendwerkes ermöglichten eine attraktive  Gestaltung des Programms.

 

Der Gegenbesuch in Gizycko wird Anfang September stattfinden.

Die Dammer Schüler können sich unter Anderem auf eine Schifffahrt auf den unendlich großen masurischen Seen, einen Besuch der Marienburg, der größten Burg Europas, und vor allem auf das Wiedersehen mit ihren neuen Freunden in Polen freuen.

 

Schüler des Gymnasiums Damme in Masuren

 

Gelungener Schüleraustausch zwischen Damme und Gizycko

 

22 Schüler des Gymnasiums Damme waren für eine Woche zu Gast bei polnischen Familien in Masuren.

Sie wurden zusammen mit ihren Lehrern Maike Lichtenborg und Wolfgang Gruhl nach langer Busfahrt auf dem Schulhof des Gymnasiums Nr. 2 in Gizycko mit großer Freude begrüßt. Im Mai waren die Schüler aus Polen bereits zu Besuch in Damme.

 

Im früheren Lötzen (heute:Gizycko) erwartete die Schülerinnen und Schüler ein umfangreiches und hochinteressantes Programm, das die drei Schwerpunkte im Motto des Austauschs ( Freundschaft - Natur -Geschichte) in vollem Maße ausschöpfte. Die Besichtigungen in der Feste Boyen und besonders in der Wolfsschanze weckten ein so großes Interesse, dass einige Schüler sogar trotz starken Regens eine Verlängerung der Führung in dem ehemaligen Führerhauptquartier wünschten. Im Freilichtmuseum Galindia erfuhren die Besucher Vieles über die Stämme der Galinder, die diese Region in der Zeit von 500 v. Chr. bis 1300 n. Chr. bewohnten.

Auf der Heimfahrt hatten die Schüler die Gelegenheit die mächtige Marienburg (die größte intakte Burg Europas) aus der Zeit des deutschen Ritterordens zu besichtigen.


 

Bei einer Schiffsfahrt auf dem riesengroßen Mauersee (zweitgrößter See Polens) war sogar ein Seeadler im Sturzflug zu beobachten. Uli Heitmann, Kreisvorsitzender des Nabu Vechta, der die Gruppe drei Tage lang begleitete, konnte hier sehr viel über die Artenvielfalt an polnischen Seen erzählen.

Einer der Höhepunkte der Reise war ein Besuch in Danzig, wo man sich nach Überwindung von 406 Stufen vom Turm der beeindruckenden Marienkirche einen Blick über die Stadt gönnte.

 

Besuche im Unterricht am Gymnasium Nr. 2 erlaubten einen Einblick in das polnische Schulgeschehen. Ähnlich wie in Damme wurde die deutsche Gruppe im Rathaus von Gizycko von der Bürgermeisterin offiziell begrüßt.

Die Schülerinnen und Schüler verstanden sich untereinander ausgezeichnet, obwohl viele Unterhaltungen weder in polnisch, noch in deutsch stattfinden konnten. Die Sprachbarriere wurde locker in englisch überwunden und es entstanden in insgesamt nur zwei Wochen herzliche Freundschaften. Nach einem tränenreichen und emotionalen Abschied waren sich viele Dammer Schüler sicher, dass sie ihre Freundinnen und Freunde aus Gizycko noch einmal wieder sehen werden. Einige Besuchspläne für den kommenden Sommer sind schon ganz fest beschlossen.

 

 

 

W. Gruhl 

13.09.2006