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Unter der Leitung von Studiendirektor Ignatz Imholte erwiderten
27 Mädchen und Jungen des 9. Schuljahres des Gymnasiums Damme
den Besuch ihrer ungarischen Austauschpartner vom Oktober 2002
in Damme. Nach einer langen 22-stündigen Busfahrt über
Würzburg, Passau und Wien wurden die Schülerlnnen vor
dem Babits Mihaly Gimnázium in Pécs begeistert.
Nach herzlicher Aufnahme viel erlebt von den Partnern mit Geschwistern
und Gasteltern in Empfang genommen.
Bereits am nächsten Morgen erfolgte die herzliche Begrüßung
der Dammer Schülerlnnen durch den Schulleiter des Babits
Gimnáziums, Herrn Direktor Muráth Ference. Eine
Besichtigung der Schule und eine Führung durch die Stadt
Pécs mit anschließender Stadtralley machten die Schülerlnnen
mit ihrer neuen Umgebung schnell vertraut.
Die Partnerschule hatte ein reichhal-tiges und abwechslungs-reiches
Pro-gramm zusammengestellt, in dem das gemeinsam erarbeitete Projekt
„Ge-schichte der Stadt Damme und der Stadt Pécs"
mit einer Präsentation eingebettet war. Besonders zu erwäh-nen
ist hier der Besuch in Ófálu, einem kleinen Dorf,
das mit seinen knapp 400 Einwohnern zu 97% aus Schwaben besteht.
Trotz der geringen Einwoh-nerzahl verfügt der Ort über
eine eige-ne Stadtverwaltung.
Der Besuch eines Blaudruckfärbers in dieser von den Donauschwaben
ge-prägten Region hinterließ einen nach-haltigen Eindruck
und ermöglichte den Einkauf von Souvenirs. Eine Wande-rung
durch die Umgebung von Pécs über das Meczek-Gebirge
zum Bade-see in Orfü beendete das Programm der ersten Woche.
Die freien Pfingsttage gehörten ganz den Familien. Da die
Umstellung auf die ungarischen Lebensgewohnheiten nicht schwer
gefallen war, fühlte sich jeder wohl und geborgen in seiner
Familie. Fahrten an den Plattensee und Familientreffen mit Speckbraten
auf dem Lande waren an diesem Wochen-ende angesagt.
Die zweite Woche begann mit dem ersehnten Besuch der Hauptstadt
Bu-dapest. Über die weltbekannte Ein-kaufsmeile Váci
utca schlenderte man zum nicht weniger bekannten Cafe Gerbeaud.
Bei einem Spaziergang entlang der Donau konnte man dann einen
ersten Blick auf das Burgviertel und die Fischerbastei werfen.
Mit dem Bus ging es vorbei am Gellertbad, über die Elisabethbrücke
hin zur Staatsoper und zum Haus des Terrors am Helden-platz, dann
über die Kettenbrücke mit ihren Löwenköpfen
und anschließend hinauf ins Burgviertel.
Ein überwältigender Blick bot sich von der Fischerbastei
über die Donau mit ihren Brücken auf Budapest mit dem
riesigen Parlamentsgebäude. Die Mat-thiaskirche und das alte
Burgviertel rundeten einen erlebnisreichen unver-gessenen Tag
ab. Tags darauf erforsch-ten unsere Schüler die nähere
Umge-bung von Pécs mit ihren Weinbergen, der Weinstraße
von Villany und der Burg Siklos
Der folgende Donnerstag stand dann ganz im Zeichen des Abschiedsabends,
den beide Schülergruppen gemeinsam gestalteten. Studiendirektor
Ignatz Imholte betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit der
deutsch-ungarischen Beziehungen, die durch die Jugendlichen immer
mehr verstärkt und vertieft werden. Er verlieh seiner Hoffnung
Ausdruck, dass diese Art der Verständigung sich auch in Zukunft
weiterhin so erfolgreich entwickeln möge. Herr Studiendirektor
Ignaz Imholte unterstrich noch einmal die erfreuliche Entwicklung
des Austau-sches, die dazu beitrage, andere Tradi-tionen und Kulturen
kennen zu lernen, um Ausländern mit größerer Toleranz
und ohne Vorurteile zu begegnen. Besonders Jugendliche sollten
viel von einander wissen, um ein vereintes Europa tragen zu können.
Am folgenden Tag fiel den Schülerln-nen der Abschied sehr
schwer. Man versicherte sich gegenseitig, die neu gewonnenen Kontakte
und Freundschaften zu erhalten und zu vertiefen. Im September
erwartet das Gymnasium Damme bereits erneut eine Schülergruppe
aus Pécs.
Ignatz Imholte
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